Phishing-Mails im Namen der Statistik Austria im Umlauf
Derzeit kursiert eine gefälschte E-Mail, die vorgibt, von Statistik Austria zu stammen. Darin werden Unternehmen aufgefordert, sensible Finanz- und Geschäftsdaten zu übermitteln, darunter Listen ausländischer Geschäftspartner, Beträge offener Forderungen oder Zahlungsfristen. Es ist davon auszugehen, dass die Daten von Kriminellen für Betrugsversuche oder gefälschte Geldforderungen missbraucht werden sollen.
Die Nachricht erweckt den Anschein einer offiziellen Anfrage einer statistischen Erhebung in Zusammenarbeit mit Eurostat. Im Detail enthält sie:
- ein professionell wirkendes Logo,
- vermeintliche rechtliche Hinweise,
- eine allgemein gehaltene Aufforderung zur Übermittlung sensibler Finanzdaten,
- eine sehr kurze Frist zur Rückmeldung,
- zwei beigefügte Excel-Dateien zur Eingabe der geforderten Informationen.
Die Angesprochenen sollen insbesondere eine Übersicht über ausländische Geschäftspartner mit Forderungen oder Verbindlichkeiten über 50.000 Euro erstellen und diese zurücksenden.
Warum ist die E-Mail gefährlich?
Unabhängig davon, dass die Anfrage fingiert ist, lässt der Inhalt darauf schließen, dass Kriminelle versuchen könnten:
- in Ihrem Namen Forderungen an Geschäftspartner zu stellen, oder
- umgekehrt falsche Zahlungsaufforderungen an Ihr Unternehmen zu senden.
E-Mails, die überraschend nach vertraulichen Unternehmensdaten fragen, sind grundsätzlich hochgradig verdächtig.
Woran Sie Phishing-Nachrichten erkennen
1. Absenderadresse prüfen
Offizielle E-Mail-Adressen von Statistik Austria enden ausschließlich auf @statistik.gv.at. Abweichungen sind ein klares Warnsignal.
2. Fehlende persönliche Anrede
Phishing-Mails verwenden häufig allgemeine Formulierungen wie „Sehr geehrte Damen und Herren“.
3. Ungewöhnliche oder überraschende Aufforderungen
Behörden fordern keine sensiblen Daten per E-Mail an – erst recht nicht in Excel-Dateien.
4. Zeitdruck, Drohungen oder künstlicher Stress
Kurze Fristen sollen Empfänger zur vorschnellen Reaktion verleiten.
5. Im Zweifel: Offiziell nachfragen
Nutzen Sie ausschließlich die Kontaktmöglichkeiten der offiziellen Website einer Organisation, um die Echtheit einer Anfrage zu prüfen.
Was tun, wenn Sie bereits geantwortet haben?
Sollten Sie die geforderten Daten bereits übermittelt haben, empfiehlt es sich dringend:
- besondere Vorsicht bei eingehenden E-Mails zu wahren, vor allem bei unerwarteten Geldforderungen,
- Ihre betroffenen Geschäftspartner proaktiv zu informieren und zu warnen, da auch diese Ziel weiterer Betrugsversuche werden könnten.
Je früher Beteiligte Bescheid wissen, desto besser lassen sich mögliche Schäden verhindern.
Wenn Sie Unterstützung bei der Bewertung verdächtiger Nachrichten benötigen oder Fragen zum sicheren Umgang mit Unternehmensdaten haben, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.
Quelle: www.watchlist-internet.at