5. Juli 2021

Update: Kurzarbeit Phase 5

Michaela Sattlegger

Ab 01.07.2021 gilt das neue, angepasste Modell der Kurzarbeit Phase 5. Dieses kann bis zum 30.06.2022 für Kurzarbeitsprojekte mit einer maximalen Dauer von jeweils sechs Monaten in Anspruch genommen werden.

Wesentliche Änderungen

Zwei Varianten der Kurzarbeit/erstmalige Antragstellung

In der Phase fünf wird zwischen besonders betroffenen Betrieben und übrigen Betrieben unterschieden. Besonders betroffene Betriebe (ab 50% Umsatzrückgang im 3. Quartal 2020 gegenüber dem 3. Quartal 2019 oder Betriebe mit Betretungsverbot) erhalten bis längstens 31.12.2021 weiterhin die ungekürzte Beihilfe. Die Mindestarbeitszeit muss 30% betragen; Unterschreiten sind jedoch möglich.

Alle übrigen Betriebe müssen einen Selbstbehalt von 15% tragen und bekommen somit nur mehr 85% der bisher ausbezahlten Beihilfe. Zusätzlich muss in diesen Betrieben die Arbeitszeit mind. 50% betragen – auch hier kann in Einzelfällen die Unterschreitung der Mindestarbeitszeit beantragt werden.

Betriebe, die zuvor noch nicht das Modell der Kurzarbeit genutzt haben, müssen vor Antragstellung ein dreiwöchiges Beratungsverfahren bei der zuständigen Geschäftsstelle des AMS absolvieren.

Der angegebene Umsatzrückgang wird vom AMS anhand der Umsatzdaten des Finanzministeriums überprüft. Bei falschen Angaben kann die gesamte Beihilfe zurückgefordert und schlimmstenfalls eine Strafanzeige erstattet werden.

Zwingender Urlaubsverbrauch

Je nach Dauer der Kurzarbeit sind nun zwischen ein und drei Wochen Urlaub zwingend zu konsumieren (kein Urlaubsvorgriff). Ohne entsprechenden Urlaubsverbrauch kommt es trotzdem zu einer Kürzung der Beihilfe.

Weiterbildung

Der Fördersatz bei den Kosten der Aus- und Weiterbildungskurse wird in der Phase 5 von bisher 60 % auf 75 % aufgestockt.

Zurück zur Übersicht